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Lungenwachstum und Herzgesundheit: Warum saubere Raumluft Kindern und Älteren besonders nützt

Kinder atmen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Luft ein, während ihre Lunge noch wächst. Ältere Menschen und alle, die mit COPD, Asthma oder einer Herzerkrankung leben, reagieren empfindlicher auf feinen Staub. In beiden Lebensphasen zählt die Luft, die Tag für Tag drinnen geatmet wird.

Mit Quellen

Pro Kilogramm mehr Luft

Ein Kind atmet schneller als ein Erwachsener und bewegt im Verhältnis zu seinem Körpergewicht mehr Luft durch die Lunge. Bei gleicher Konzentration in der Raumluft nimmt es deshalb pro Kilogramm Körpergewicht mehr davon auf. Die Weltgesundheitsorganisation und die US-Umweltbehörde EPA weisen außerdem darauf hin, dass Atemwege und Immunsystem bei Kindern noch in der Entwicklung sind. Was ein Kind im Kinderzimmer, in der Kita oder im Klassenraum einatmet, trifft also auf einen Körper, der gerade die Atemkapazität für sein ganzes Leben aufbaut.

Was 2.120 Kinder in Kalifornien zeigten

Gauderman und Kollegen untersuchten in Südkalifornien, wie eng Luftqualität und Lungenwachstum zusammenhängen. In drei Gruppen mit zusammen 2.120 Kindern maßen sie jedes Jahr die Lungenfunktion, vom 11. bis zum 15. Lebensjahr. Im Lauf der Jahre wurde die Außenluft der Region sauberer und enthielt weniger Stickstoffdioxid und Feinstaub. Dieser Rückgang ging mit einem stärkeren Lungenwachstum einher. Kinder der späteren Jahrgänge legten in vier Jahren stärker zu, sowohl bei der Luftmenge, die sie in der ersten Sekunde kräftig ausatmen können, als auch bei der gesamten ausatembaren Luftmenge. Das galt für Kinder mit und ohne Asthma.

Die Studie betrachtete die Außenluft ganzer Regionen, also die Luft, die über Fenster und Lüftung auch in Kinderzimmer gelangt. Auch die EPA zählt Auswirkungen auf die Entwicklung der Lungenfunktion zu den Folgen einer Partikelbelastung. Saubere Luft in den Wachstumsjahren gehört damit zu dem, womit eine Lunge erwachsen wird.

Klassenzimmer und Kita

Mendell und Kollegen begleiteten in Kalifornien zwei Schuljahre lang 162 Klassenräume an 28 Grundschulen. In Räumen mit höherem Luftwechsel fanden sie weniger krankheitsbedingte Fehltage. Jeder Tag, den ein Kind im Unterricht verbringt, ist ein Lerntag. Für die Familie ist es oft auch ein Arbeitstag, der nicht umgeplant werden muss. In der Kita gilt dasselbe, denn dort sprechen, singen und spielen viele kleine Kinder lange im selben Raum.

Im Alter: weniger Reserve, mehr Zeit drinnen

Mit den Jahren nehmen die Reserven von Lunge und Herz ab, und Erkrankungen wie COPD, Asthma oder Herz-Kreislauf-Leiden werden häufiger. Die EPA zählt ältere Menschen und alle mit diesen Erkrankungen zu den Gruppen, die empfindlicher auf Feinstaub reagieren. Partikel können COPD-Beschwerden verstärken und die Lungenfunktion beeinträchtigen. Feinstaub der Größe PM2,5 kann außerdem Entzündungsvorgänge und oxidativen Stress im ganzen Körper auslösen und die Funktion der Blutgefäße verändern. Wer bereits eine Herzerkrankung hat, ist dafür anfälliger.

Viele ältere Menschen verbringen den Großteil des Tages in der eigenen Wohnung oder im Gemeinschaftsraum einer Einrichtung. Dort hilft vor allem, was ohne Handgriff funktioniert: ein rauchfreies Zuhause, ein Abzug beim Kochen, trockene Räume und eine Lüftung, die gefilterte Außenluft hereinbringt und Feuchte abführt. Mit Wärmerückgewinnung kommt die Zuluft im Winter vorgewärmt an, ohne kalten Zug am Sessel.

Für die Menschen planen, um die es geht

Ob Kinderzimmer, Kita-Gruppenraum oder die Wohnung der Eltern: Wir schauen, wer wo und wie lange atmet und wie leise es nachts sein muss. Wir klären auch, wie gut Bedienung und Filter erreichbar sind und wer später den Wechsel übernimmt, die Familie oder die Pflegekraft. Daraus entsteht eine Frischluftversorgung, die im Hintergrund läuft. So können Kinder wachsen und spielen und ältere Menschen sich zu Hause erholen.

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