Drei Gewinne, drei Maßstäbe
Bei einer Lüftung im Altbau kommen drei Vorteile zusammen. Der erste ist Energie: Wärmerückgewinnung hält einen Teil der Lüftungswärme im Haus. Der zweite ist Komfort: verlässlicher Luftwechsel ohne Zugluft, ruhige Nächte bei geschlossenem Fenster. Der dritte ist die Sanierung selbst: Alltagsfeuchte wird regelmäßig abgeführt, was neue Oberflächen und Bauteile entlastet.
Der erste Vorteil lässt sich direkt in Kilowattstunden ausdrücken. Die beiden anderen gehören trotzdem in dieselbe Entscheidung, weil sie oft der eigentliche Grund für die Sanierung sind.
Die richtige Vergleichsfrage
Ein fairer Vergleich stellt dieselbe benötigte Luftversorgung einmal mit und einmal ohne Wärmerückgewinnung gegenüber. Die Frage lautet also nicht, ob ein Haus frische Luft braucht, sondern wie viel Heizwärme dieser Luftwechsel kostet und wie viel davon zurückkommt.
Ein Rechenbeispiel zum Mitdenken
Ein bewusst einfaches Beispiel macht das Prinzip greifbar. Angenommen, eine Wohnung bekommt 100 Kubikmeter Außenluft pro Stunde, drinnen ist es 20 Grad wärmer als draußen, die Anlage läuft 2.000 Stunden in der Heizperiode, und der Tauscher gewinnt 80 Prozent der Wärme zurück. Ein Kubikmeter Luft braucht rund 0,34 Wattstunden, um ein Grad wärmer zu werden.
Daraus ergibt sich: 100 × 0,34 × 20 × 2.000 × 0,8 = 1.088.000 Wattstunden, also rund 1.088 Kilowattstunden Wärme, die im Haus bleiben. Gegengerechnet werden der Strom der Ventilatoren und ein möglicher Frostschutz, und deine Heizung bestimmt, wie viel Gas, Fernwärme oder Wärmepumpenstrom diese Wärme ersetzt.
Was in eine vollständige Rechnung gehört
Auf der Investitionsseite stehen Gerät, Einbau sowie Wanddurchbrüche oder Kanäle. Laufend kommen Ventilatorstrom, Filter und Wartung hinzu. Dem steht die eingesparte Heizenergie gegenüber, bewertet mit deinem Heizsystem, deinem Energiepreis und einem Zeitraum, der zu deiner Planung passt.
Zwei oder drei Varianten zeigen, welche Annahme das Ergebnis am stärksten bewegt, etwa Betriebsstunden oder Energiepreis. Sie zeigen auch, wo die Lüftung in deinem Sanierungsbudget sitzt: Wer sie zusammen mit Fenstern oder Fassade plant, nutzt Gerüst und offene Laibungen nur einmal.
Deine Zahlen, deine Entscheidung
Bring deine letzte Heizkostenabrechnung, die Art deiner Heizung, die Wohnfläche und deinen Sanierungsplan mit. Ventora stellt damit die Varianten für dein Haus auf, nachvollziehbar Zeile für Zeile.