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Wo Feuchte bleibt, wächst Schimmel: Was Sporen in den Atemwegen auslösen

Schimmel wächst dort, wo Feuchte nicht abtrocknet: aus dem Wohnalltag, aus einem Leck oder an einer kühlen Wand. Seine Sporen und Bruchstücke gelangen mit der Atemluft in Nase und Bronchien. Studien verbinden feuchte Wohnungen mit Husten, Atemwegsinfekten und Asthma. Eine Sanierungsstudie mit asthmakranken Kindern zeigt, was sich verändern kann, wenn die Ursache behoben wird.

Mit Quellen

Der muffige Winkel ist ein Signal

Ein muffiger Geruch hinter dem Schrank, beschlagene Fenster am Morgen oder ein grauer Rand in der Duschecke zeigen, dass irgendwo Feuchte nicht abtrocknet. Sie kann aus dem Alltag stammen, denn Atmen, Duschen, Kochen und Wäschetrocknen bringen jeden Tag Wasserdampf in die Luft. Sie kann auch aus dem Gebäude kommen: über ein undichtes Dach, eine defekte Leitung, aufsteigende Feuchte im Mauerwerk oder Baustoffe, die nach einer Sanierung noch nicht trocken sind.

An kühlen Flächen wie Außenecken und Fensterlaibungen steigt die relative Luftfeuchte. Das Umweltbundesamt beschreibt, dass Schimmel dort schon wachsen kann, bevor sichtbares Kondenswasser entsteht.

Von der feuchten Wand in die Atemwege

Auf dauerhaft feuchtem Material wachsen Schimmelpilze. Sie geben Sporen und feine Zellbruchstücke in die Raumluft ab, die mit jedem Atemzug in Nase und Bronchien gelangen. Ist das Immunsystem auf Schimmel sensibilisiert, reagiert es allergisch, etwa mit Niesen, verstopfter Nase und gereizten Augen. Bei Asthma können sich auch die Bronchien verengen. Gesundheitliche Zusammenhänge zeigen sich aber auch bei Menschen ohne Schimmelallergie, denn die eingeatmeten Bestandteile können die Schleimhaut direkt reizen.

Für das Handeln genügt deshalb das sichtbare Zeichen. Welche Pilzart genau wächst, muss nicht erst bestimmt werden, bevor die Feuchte angegangen wird.

Was Forschung in echten Wohnungen zeigt

Mendell und Kollegen werteten Studien und Metaanalysen bis Ende 2009 aus. Feuchte und Schimmel in Innenräumen hingen dabei durchgängig mit Husten, pfeifendem Atem, Bronchitis, Atemwegsinfekten, allergischem Schnupfen sowie mit der Entstehung und Verschlechterung von Asthma zusammen.

Was die Behebung der Ursache bewirken kann, untersuchten Kercsmar und Kollegen. Sie begleiteten ein Jahr lang 62 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 17 Jahren, die Asthmabeschwerden hatten und in schimmelbelasteten Wohnungen lebten. Alle Familien erhielten einen Asthma-Aktionsplan und eine Schulung. Ein per Los bestimmter Teil bekam zusätzlich eine bauliche Sanierung: Der Wassereintritt wurde gestoppt, beschädigte Materialien wurden ersetzt und die Haustechnik instand gesetzt. In der Sanierungsgruppe gingen die Tage mit Asthmabeschwerden zurück, und die Forschenden kamen zu dem Schluss, dass das kombinierte Vorgehen die Krankheitslast der Kinder verringerte.

Ein trockenes Zuhause in drei Schritten

Am Anfang steht das Wasser: Lecks, Dachschäden, feuchtes Mauerwerk oder Baufeuchte werden repariert und getrocknet, sichtbarer Befall wird fachgerecht entfernt. Danach geht es um die Oberflächen, denn gleichmäßig beheizte Räume halten Außenwände wärmer. Der dritte Schritt ist der tägliche Luftwechsel. Er bringt die Feuchte aus dem Wohnen zuverlässig nach draußen, nachts, während der Arbeit und im Urlaub.

Gerade nach einem Fenstertausch fehlt die Luft, die früher durch undichte Fugen zog. Eine geplante Lüftung ersetzt diesen Zufall durch einen festen Luftwechsel. Mit Wärmerückgewinnung bleibt dabei ein Teil der Wärme im Haus, und die Fensterlaibung kühlt im Winter nicht durch ein stundenlang gekipptes Fenster aus.

Ventora plant vom feuchten Fleck aus

Erzähl uns, wo Fenster beschlagen, welche Ecken muffig riechen und welche Räume kühl bleiben. Ist die Ursache geklärt, planen wir die Abluft in Bad und Küche, wo Feuchte entsteht, und die Zuluft in Schlaf- und Wohnräume, wo Menschen atmen. Dazu kommt ein Betrieb, der auch nachts leise bleibt und weiterläuft, wenn niemand zu Hause ist. So findet die Alltagsfeuchte jeden Tag ihren Weg nach draußen, und das Zuhause bleibt trocken.

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