Der Winterkonflikt am offenen Fenster
Stoßlüften im Januar ist ein Kompromiss. Frische Luft strömt herein, aber mit ihr kommt die Kälte, und die Wärme der Raumluft geht hinaus. Danach muss die Heizung den Raum wieder auf Temperatur bringen. Je öfter gelüftet wird, desto häufiger wiederholt sich dieser Kreislauf.
Wärmerückgewinnung löst diesen Konflikt nicht durch weniger Luft, sondern durch einen klügeren Umgang mit der Wärme, die ohnehin schon im Raum ist.
Was im Wärmetauscher passiert
Im Lüftungsgerät strömen warme Abluft und kalte Außenluft an großen Tauscherflächen entlang. Wärme fließt immer vom Wärmeren zum Kälteren, also von der verbrauchten Luft zur frischen. Die Außenluft erreicht den Raum vorgewärmt, die Abluft verlässt das Haus abgekühlt. Die Luft geht, ein Teil ihrer Wärme bleibt.
Wie viel Wärme zurückkommt, bestimmen vier Größen: die Luftmenge, der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen, die Betriebsstunden und der Rückgewinnungsgrad des Tauschers am jeweiligen Betriebspunkt. An kalten Tagen ist der Effekt deshalb am größten, genau dann, wenn die Heizung am meisten zu tun hat.
Wärme gewinnen, Strom klug einsetzen
Ventilatoren brauchen Strom, um die Luft durch Gerät und Filter zu bewegen. Die Europäische Kommission betrachtet bei Lüftungsgeräten deshalb beides: den Stromverbrauch des Geräts und den Heizbedarf, den es senken kann. Gute Planung wählt ein Gerät, das die benötigte Luftmenge mit wenig Ventilatorleistung bewegt und viel Wärme im Haus hält.
Der Rückgewinnungsgrad beschreibt den Tauscher, die Heizkosten beschreiben das ganze Haus mit seiner Heizung und seinen Betriebszeiten. Darum betrachten wir beides für dein Gebäude zuerst einzeln und führen es dann zusammen.
Komfort, der sich nach Ruhe anfühlt
Vorgewärmte Zuluft reduziert den Kälteeintrag; passende Luftauslässe und Luftmengen unterstützen einen zugarmen Betrieb. Das Schlafzimmer kann die ganze Nacht versorgt werden, der Schreibtisch darf am Fenster stehen, und das Homeoffice muss nicht für zehn Minuten Kälte unterbrochen werden. Mit einer Wärmepumpe ergänzt sich das gut: Sie muss weniger Lüftungswärme nachliefern, besonders an den kalten Tagen, an denen sie am meisten leistet.
Das passende Gerät finden
In der Ventora Geräteübersicht vergleichst du Modelle mit Wärmerückgewinnung nach Bauform, Luftmenge und Einsatzbereich. Wenn du noch nicht weißt, welche Luftmenge deine Räume brauchen, bestimmen wir sie mit dir aus Grundriss und Belegung.